Lehrer

wird unterrichtet von:

ML Mag. Roland Haas

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Instrument

waldhorn

Waldhorn

 

Ab welchem Alter kann ich mit dem Waldhorn beginnen?

Ab ca. acht Jahren kann man mit dem Waldhorn anfangen. 


Welche Unterrichtsformen gibt es?

Der Einzelunterricht findet in 25, 40 oder 50 Minuten-Einheiten statt. Für Anfänger im 1. Jahr reicht meist eine 25 Minuten Einheit.

 

Welches Instrument soll ich besorgen?

Besprechen Sie den Kauf unbedingt mit der jeweiligen Lehrkraft!  Dieser hilft gerne gerne bei der Instrumentenwahl und beim Aussuchen.

 

Wie ist das mit dem Üben?


Wichtig ist, dass man mit Freude und Hingabe übt. Wie lange man übt, hängt einerseits vom Alter ab, andererseits auch davon, wie man übt.

Üben hat aber vielfältigen Wert: Abgesehen vom Spaß daran fördert die Musik die Vernetzung und die Leistung im Gehirn, die Intelligenz, das soziale Miteinander (Zusammenspielen,

auf den anderen reagieren, einfühlen, zuhören, sich einbringen,… ), das Konzentrationsvermögen,... Üben ist eigentlich eine sehr meditative Tätigkeit. Es wird gelernt, ein „Problem“ von mehreren Seiten anzupacken (spielerisch, emotional, technisch,.. )

man lernt auch, dass man für die Dinge, die man gerne tut, auch konsequent sein muss. Das gilt nicht nur für Musik. Durch das Instrument erlernen lernt man auch viele andere Dinge im Leben.

 

Wissenswertes über das Waldhorn:

 

Geschichtliche Entwicklung des Instruments

Das Horn als Instrument ist schon seit der Antike bekannt.

Waren es zunächst Tierhörner und Muscheln wurde auch dort schon versucht Instrumente in Holz oder Metall zu fertigen. Im Mittelalter gab es verschiedene hornähnliche Jagdinstrumente. In der instrumentenbaulichen Definition ist ein Horn zu 1/3 gerade gebaut und zu 2/3 konisch im Rohrverlauf. Die Trompete dagegen hat ein umgekehrtes Verhältnis.

Am Ende des 17. Jahrhunderts hielt das Horn Einzug in die Kunstmusik. Ludwig XIV. (Frankreich) beschäftigte 14 Parforce-Hornisten für die Gestaltung der Hofmusik. Schon bald brachte Jean-Baptiste Lully auch diese Instrumente in das Orchester. Ähnlich den Trompetern wurden im Barock auch für die Hornisten Partien und Solokonzerte in sehr hoher Clarinlage geschrieben.

Dies verschob sich zum Ende des 18. Jahrhunderts beim Horn zugunsten der Mittellage der Töne und eines runden weichen romantischen Hornklanges. Da noch keine Ventile erfunden waren versuchte man die fehlenden Töne der Naturtonskala durch die Stopftontechnik zu erweitern.

Die Hand im Schallbecher des Instrumentes dunkelte dabei die Naturtöne um bis zu einem Ganzton ab.

Auch instrumentenbautechnisch wurde dem Rechnung getragen das Horn bekam eine weitere Stürze Aufsteckbögen für verschiedene Tonarten und einen Hauptzug den so genannten Inventionszug.

Das Horn hatte nun viele Bezeichnungen:

  • Parforcehorn - großwindiges Instrument zur Reiterlichen Jagd wurde umgehängt
  • Corno da caccia - übersetzt Jagdhorn meinte das hohe Clarinhorn in der barocken Musik
  • Corno Corno da chasse - Bezeichnungen für normale Naturhörner im Orchester
  • Inventionshorn - Instrument mit einem zusätzlichen Zug zum Einstimmen
  • Cor solo - Letztes Instrument Anfang des 19. Jahrhunderts vor Einzug der Ventile für Solisten mit festem Mundrohr. Die verschiedenen Stimmungen wurden auf dem Inventionszug gesteckt.

Seit Anfang des 19. Jahrhunderts werden die Hörner als Ventilinstrumente gebaut. Die Erfinder waren Blümel und Stölzel. Zunächst mit 2 Ventilen gebaut wurden sie am Beginn noch wie Naturhörner geblasen die Ventile ersetzten nur den umständlichen Bogenwechsel.

Schonbald kam ein drittes Ventil dazu das Ventilhorn wurde chromatisch und löste sich damit von der Spieltechnik des Naturhorns.

Um 1850 war der Wechsel in fast allen Orchestern vollzogen wenngleich die Tradition des Naturhorns noch einige Zeit separat weiterlebte.

War die Stimmung der Ventilhörner zunächst auf F festgelegt versuchte man doch bald auch Instrumente in B welche besser und sicherer in der Höhe ansprachen. 1897 konstruierten Eduard Kruspe und Bartholomäus Geisig aus Erfurt dann das erste Doppelhorn hier waren die

Stimmungen F und B in einem Instrument vereint und konnten mit einem Umschaltventil gewählt werden.

Diese Instrumente werden bis zum heutigen Tag geblasen und bilden den Standard heutiger Orchesterinstrumente. Etwa 1970 wurde dann noch versucht die Hoch-F-Stimmung in das Horn zu integrieren. Das Ergebnis waren Tripelhörner in der Stimmung tief F/B/hoch F.

Durch die Spielweise ist die Notation für F- und B-Horn häufig in F. Die Notation ist aber auch des öfteren in Es.

Hierbei muss der Hornist tranponieren (einen Ganzton tiefer spielen). Es gibt auch die Möglichkeit den Stimmzug zu wechseln. Man sollte jedoch die Methode des Transponieren bevorzugen da sich durch Tauschen des Stimmzuges die Stimmung stark verändern kann.

In heutiger Zeit gibt es wieder eine erfreuliche Renaissance des Naturhorns in seinen Formen als barockes Instrument Parforcehorn oder Inventionshorn. Große Verdienste bei der Wiederbelebung des Naturhorns hat sich der Hornist Hermann Baumann erworben.

Eine besondere Form des Waldhorns ist die Waldhorntube oder Wagnertuba welche Richard Wagner nach seinen Angaben um 1870 für das Orchester des Nibelungenrings bauen ließ. Die Wagnertube ähnelt dem Bariton ist aber enger mensuriert.

Wie das Horn wird sie links gegriffen und mit dem gleichen Mundstück geblasen. Die Wagnertube wird immer im Quartett eingesetzt dabei gibt zwei Tenortuben in B und zwei Baßtuben in F. Auch Anton Bruckner und Richard Strauss haben Wagnertuben verwendet.